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Immer diese Sache mit den Rezeptangaben....

JA ich habe eine Schwäche dafür. Eine Schwäche für selbstgemachten Eierlikör.

Ist er hergestellt, kommt er überall drüber. Pudding, Griesbrei, Eis, Pannacotta, in den Kaffee, in Milch, übers Käsebrot äh nein das stimmt jetzt nicht; wäre aber eine Überlegung wert, für eine noch nie dagewesene Geschmacksexplosion.

 

Gestern war es also wieder soweit und die Produktion konnte beginnen.

Die Hühner hatten fleißig gelegt, die Milch stand bereit. Also fehlte nur noch Zucker und etwas Alkohol.

Der Zucker war gleich gefunden. Aber nach dem Gang in die Speisekammer, ist mir leider aufgefallen, dass ich keinen „Doppelkorn“ mehr im Haus habe.

Da ich aber unbedingt JETZT Eierlikör machen wollte, habe ich mich auf die Suche gemacht und entdeckte noch Rum-2 Flaschen. Ja, der müsste eh mal weg, trinkt ja kein Mensch (ich weiß auch ehrlich gesagt nicht wie der in die Speisekammer kam).

Voller Glückseligkeit machte ich mich an den Eierlikör. Da ich allerdings eine Sorte der Frau bin, die sich eher selten bis nie an Rezeptangaben hält, habe ich spontan beschlossen gleich beide Flaschen Rum zu verarbeiten. Also die Alkoholmenge verdoppelt und vor lauter machen und tun aber NUR die Alkoholmenge erhöht.

Allerdings ist mir das nicht sofort aufgefallen, da ich ja voller Übermut und Vorfreude war und einfach weitergeköchelt habe. Nachdem der Likör dann fertig war, ging es ans Abfüllen. Als der Dampf aufstieg, brannte er etwas in den Augen und ich dachte mir „Ja der hat ordentlich was drauf“.

Kurz habe ich überlegt ob ich gleich noch eine Kostprobe vom warmen Likör nehme, es dann aber sein lassen, da ich 10 Minuten drauf ja in den Kindergarten fahren musste um meine Kleinste abzuholen. Das war eine sehr gute, intuitive Entscheidung von mir.

 

Am Abend dann machte ich es mir gemütlich, telefonierte mit einer Freundin. Diese schickte mir dann per Whatsapp ein Bild von ihrem leckeren Eis, dass sie gerade aß.

Da fiel er mir wieder ein. Der Eierlikör! Und da ja morgens nicht alles in die Flaschen gepasst hat, habe ich den „kleinen Rest von circa 450-500 ml Eierlikör“ in einen Messbecher gefüllt und in den Kühlschrank gestellt.

Dieser wurde jetzt rausgeholt und ich schenkte mir ein Gläschen ein. Gleich beim ersten Schluck merkte ich, dass mein Likörchen diesmal deutlich mehr PS hatte als sonst. Das war aber schnell vergessen und was soll ich euch sagen. Am Ende des Telefonates war nicht nur der Akku meines Telefons leer sondern auch der Messbecher mit dem Eierlikör.

Mein Mann (der bis dahin außer Haus war) kam nach Hause und beim Gang in die Küche, Richtung Likörgläschen hat er den Duft davon schon vernommen und sofort festgestellt, dass dieser wohl doch etwas stark wäre und ob ich den ganzen Messbecher ausgetrunken hätte. Nachdem ich dies bejahte fragte er nach den Zutaten und da fiel es mir dann doch noch ein (und das in meinem „Zustand“).

Er beglückwünschte mich zu meiner doch recht schnellen Erkenntnis und konnte sich ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen, war aber froh dass ich diesmal den Eierlikör nicht im warmen Zustand probierte, unsere Tochter heil von der Kita nach Hause gebracht hatte und noch dazu in Besitz meines Führerscheines war.

 

Dann ging alles ganz schnell ich ging zu Bett und ab da FILMRISS :)

 

Ich habe supergut bis morgens um fünf durchgeschlafen. Allerdings werde ich mich jetzt dann auf die Suche machen…nach einer Kopfschmerztablette.

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Kommentare: 3
  • #1

    Püppchen (Samstag, 18 Juni 2016 10:32)

    Ich musste mehrmals grinsen beim Lesen -das ist das Leben ;)
    .. und sind dir mal ehrlich aus der Hand frei gekocht entstehen die leckersten Gerichte / Getränke ..

  • #2

    @Püppchen (Montag, 27 Juni 2016 11:10)

    Ja ich glaube da könnten wir alle Bücher damit füllen....und ich denke für solche Frauen wie wir es sind wurde der IMPRO-Gang erfunden :)

  • #3

    Alpi (Donnerstag, 18 August 2016 21:04)

    @Püppchen

    da muss ich dir auf jedenfall recht geben, Frei nach Schnauze ist doch immer noch das Beste :)